Unser Verein

Wir Waldschützen Saulorn sind ein eingetragener Verein mit über 200 Mitgliedern. Gegründet wurde der Verein im Jahr 1975 um den Schießsport zu fördern. Unser Verein gehört dem Schützengau Wolfstein im Schützenbezirk Niederbayern an. Wir sind Mitglied im Bayerischen Sportschützenbund (BSSB) und im Deutschen Schützenbund (DSB).

Auf unserem Schießstand können die Disziplinen Luftgewehr und Luftpistole an Trainingstagen und den Vereinsabenden (Freitags, Oktober bis April) geschossen werden.

An Gaurundenwettkämpfen, Gaumeisterschaften und vielen anderen sportlichen Wettbewerben beteiligen wir uns ohne Unterbrechungen bereits seit 1976.

In unseren Reihen gibt es seit 1994 auch eine Böllergruppe, die sich an verschiedensten Anlässen und Festlichkeiten lautstark präsentiert.

Neben den sportlichen Wettkämpfen kommen bei uns gesellschaftliche Aktivitäten natürlich nicht zu kurz. Wir organisieren selbst verschiedene Feste und sind auch bei Veranstaltungen anderer Vereine vertreten. Zudem treffen wir uns jährlich zu einem gemütlichen Beisammensein mit den Vereinen Hochwald Haidmühle und Edelweis Alm Mitterfirmiansreut.

Fahne

Unsere Fahne wird an Festumzügen, öffentlichen Anlässen und an Beerdigungen von Mitgliedern mitgeführt. 

Die Vorderseite der Fahne zeigt die Dorfkapelle und das Wappen unserer Heimatgemeinde Hohenau. Auf der Rückseite befindet sich das Wappen der Waldschützen Saulorn und unser Wahlspruch "Im Auge Klarheit, im Herzen Wahrheit".

Unsere Fahnenmutter ist Frau Emma Eiler. Frau Frieda Tanzer († 21.11.2007), die erste Fahnenmutter in unserem Verein, wurde 1994 zur Ehrenfahnenmutter erhoben.

Die Fahne wurde 1979 von Pfarrer Adolf Fritscher geweiht .Hergestellt wurde sie durch die Coburger Fahnenfabrik.

Chronik

Gründung der Waldschützen Saulorn

Nach mehrmaligen Diskussionen über die Gründung eines Schützenvereins wurde bis dahin nichts in die Wege geleitet, bis schließlich zur vorgeruckter Stunde am Sonntag, den 2. Februar 1975 die Wirtin Frieda Tanzer, Helmut Tanzer , Otto Eberl jun. und Gerhard Krenn dieses Thema wieder aufgeworfen haben und die Initiative ergriffen einen Schützenverein in Saulorn zu gründen.

Gerhard Krenn erklärte sich bereit Vorgespräche beim damaligen 1. Gauschützenmeister Kurt Hoduschek zu führen. Bei diesem Gespräch wurde der Termin zur Gründungsversammlung auf Sonntag, den 16. Februar 1975 festgelegt. Nach dem der 1. Gauschützenmeister an diesem Sonntag verhindert war, übernahm diese Aufgabe der 2. Gauschützenmeister Hans Zanner. Zwischenzeitlich wurden Unterschriften gesammelt, nach dem sich zahlreiche Interessenten in die Liste eintrugen, wurden sie zur Gründungsversammlung am 16. Februar 1975 eingeladen.

Bei der stattfindenden Gründungsversammlung wurde sogleich eine Vorstandschaft gewählt und die Führung des Vereins in die Hände von 1. Schützenmeister Gerhard Krenn, 2. Schützenmeister Helmut Tanzer, Schriftführer Reinhard Eiler, Schatzmeister Otto Eberl jun. und Sportwart Franz Eiler.

Ganze 24 Mitglieder zählte der Verein bei seiner Gründung. Bei der Versammlung wurde beschlossen, dass die Anmeldung beim Bayerischen Sportschützenbund vorgenommen werden soll. Der Schießstand war im Gasthaus Tanzer untergebracht, dem Vereinslokal der Waldschützen Saulorn.

In der ersten Vorstandssitzung vom 23. Februar 1975 wurde nach längeren Diskussionen über den Namen des Vereins abgestimmt. Die Mehrheit entschied sich für Waldschützen Saulorn. Ebenso wurde bei dieser Sitzung eine eigene Vereinssatzung ausgearbeitet.

Nachdem die erste Hürde mit der Gründung der Waldschützen Saulorn genommen war, stiftete die Brauerei Lang in Freyung das erste Vereinsgewehr. Die ersten Schießübungen im Frühjahr 1975 fanden im Gasthaus Tanzer statt, wo man von der Gaststube durch eine Luke in die Küche schoss. In der Küche wurde eine Trennwand mit Kugelfang aufgestellt, die nach jedem Schießen wieder abgebaut werden musste.

Auf Grund des regen Interesses an den Schießübungen, beschloss man einen zweiten Schießstand einzurichten wozu man auch ein zweites Gewehr benötigte, das man vom Erlös aus dem Gartenfest am 15. August 1975 finanzierte.

Der offizielle Schießbetrieb wurde am 3. Oktober 1975 aufgenommen. Dieses Eröffnungsschießen wurde zugleich mit einem vereinsinternen Pokalschießen verbunden. Die Schießabende erfolgten wöchentlich jeden Freitag bis Ende April, wobei die Vereinsmeister ermittelt wurden.

Nach dem der Mitgliederzuwachs immer größer wurde und der Platz immer weniger beschloß man die unbenutzte Stallung der Vereinswirtin Frieda Tanzer für ein Schützenheim das auch der Wettkampfordnung entspricht auf 4 Schießstände umzubauen. Schon im November 1976 konnte man dieses Schützenheim, das ohne Fremdmittel erbaut wurde eröffnen.

1977 wurde im Rahmen einer allgemeinen Zusammenkunft die Idee geboren eine Standartenweihe abzuhalten und es wurde gleich beschlossen eine Standarte anzukaufen. Es lag nichts näher als die Vereinswirtin Frieda Tanzer zu bitten das ehrenvolle Amt der Fahnenmutter zu übernehmen, wozu sie sich gerne bereit erklärte. Als nächster Schritt folgte die Suche nach einem Patenverein. Man kam zur Überzeugung einen erfahrenen, älteren Verein mit einer Fahne zu wählen. Für geeignet hielt man die Birkenwaldschützen aus Rehberg. die auf das Bitten der Waldschützen die Patenschaft frohen Herzens übernahmen. Bei einer gemeinsamen Besprechung überzeugte der Patenverein von den Vorteilen einer Fahne, schließlich einigte man sich doch für den Ankauf einer Fahne und wich von einer Standarte ab.

Nun konnte mit den Vorbereitungen für das Fest am 5. August 1979 begonnen werden. Als Motiv für die Fahne entschied man sich für das Vereinswappen und der neuerbauten Dorfkapelle, das mit dem schönen Spruch "Im Auge Klarheit, im Herzen Wahrheit" ergänzt wurde.

Die Fahne mit den dazugehörenden Bändern stellte die Coburger Fahnenfabrik her. Die Schirmherrschaft hatte der 1. Bürgermeister Helmut Behringer übernommen, der auch beim Festakt die Festansprache hielt. Der Festgottesdienst vor der Dorfkapelle mit Weihe wurde von Pfarrer Fritscher gestaltet. Das 3-tägige Fest lief reibungslos über die Bühne. Den Waldschützen und ihrer Fahne erwiesen 43 Vereine und Abordnungen die Ehre.

1980 beschloss man ein Grundstück zum Bau eines eigenen Schützenheimes zu kaufen. Außerdem wurde der Verein am 26. Juni 1980 ins Vereinsregister beim Amtsgericht in Freyung eingetragen, der damit den Zusatz "e.V." erhielt der unbedingte Voraussetzung für das Bauvorhaben war. Nachdem der jetzige Vereinswirt ausreichende Schießmöglichkeiten von 8 Schießständen schaffen wollte, sah man von der Verwirklichung dieses Projektes ab.

Aus gesundheitlichen Gründen konnte 1984 die Fahnenmutter Frieda Tanzer dieses Amt nicht mehr ausüben, das sie seit 1979 inne hatte. Auf Bitten des Vereins übernahm 1985 Eiler Emma dieses Ehrenamt.

1985 konnte man das 10-jährige Gründungsfest unter der Schirmherrschaft des damaligen Landrates Franz Schumertl feiern. Verbunden mit einem großen Preis- und Pokalschießen, dass in der Turnhalle in Hohenau mit ca. 300 Schützen stattfand.

Im November des selben Jahres erhielt die Schießanlage mit 8 Schießständen im Vereinslokal Tanzer den kirchlichen Segen.

In früheren Jahren wurde unter den drei Vereinen Haus am Wald, Kapfham und Saulorn schon Gemeindemeisterschaften durchfeführt. Seit 1992 wird unter neuem Schießmodus mit den gesamten Schützenvereinen der Gemeinde Hohenau - Schönbrunn am Lusen im jährlichen Wechsel diese Meisterschaft durchgeführt.

Die Böllergruppe wurde 1994 ins Leben gerufen, die sich bei verschiedenen Anlässen und Festlichkeiten lautstark präsentieren.

Frieda Tanzer wurde 1994 zur Ehrenfahnenmutter erhoben. Ein Jahr später wurden Eberl Otto sen. und Eiler Siegfried sen. zu Ehrenmitgliedern ernannt. Höhepunkte eines jeden Vereinsjahres waren und sind Dorf- und Stadlfeste, Biathlon, Jokerturniere sowie Asphaltstockmeisterschaften.

1998 begann bereits die Vorbereitung für das 25-jährige Gründungsfest, das vom 11. bis 13. August 2000 gefeiert wurde.