Böllergruppe

Im September 1993 wurde bei einem Vereinsschießabend über das Böllerschießen diskutiert. Nach einigen Anregungen beschloss man eine Böllergruppe zu gründen. Auf Anhieb fanden sich 23 Schützen die sich zur Prüfung anmeldeten.

Im Januar 1994 legte man dann im Vereinslokal nach einem lehrreichen Tag die theoretische Prüfung für das Böllerschießen ab. Nach der praktischen Prüfung erhielten die Schützen das Zeugnis vom Gewerbeaufsichtsamt und stellten damit beim Landratsamt Freyung-Grafenau Antrag auf Erlaubnis. Nach deren Erhalt bestellten sich einige Schützen bei einer Böllermacherei Handböller. Ein Großteil der Schützen stellte die Böller in Eigenregie her. Nach dem die meisten mit einem Böller ausgerüstet waren kam dann das einheitliche Einkleiden von Kopf bis Fuß.

Damit die Geselligkeit nicht zu kurz kommt, wurde bereits im ersten Jahr ein Jahrtag eingeführt, der alljährlich am letzten Freitag im September abgehalten wird.

Für 10 bis 15 Auftritte pro Jahr müssen sich die Böllerkameraden Zeit nehmen. Auftritte bei runden Geburtstagen, Hochzeiten und Vereinsfesten stehen auf dem Plan.

Einige Höhepunkte waren ein Schießen in der Kaserne am Goldenen Steig in Freyung bei einem deutsch - tschechischen Freundschaftsfest, beim bayerischen Böllerschützentreffen in Seeg im Allgäu, die Taufe des Motorschiffs MS VIKING SKY einer Schweizer Reederei in Passau und bei einem Böllerschützentreffen in Österreich.

Die Beliebtheit des Böllerschießens macht sich auch bei den Waldschützen immer besser bemerkbar, in den letzten Jahren ist die Zahl der Schützen auf 33 angestiegen.

Auch die Böllergeräte wurden immer mehr und größer. Ein Schaftböller und zwei Kanonen wurden in Eigenregie gefertigt. Von der Gemeinde Hohenau ist ein Sirius-Salutapparat übernommen worden, der bei Festen und Jahrestagen des Soldatenvereins eingesetzt wird.